Generalkommissar Opfer von Identitätsdiebstahl

Einige Bürger erhalten E-Mails, die mit den Namen von Verantwortlichen von Polizei- oder Justizbehörden unterzeichnet sind, darunter auch der des Generalkommissars selbst. Es handelt sich um einen Betrugsversuch. Die Methode ist nicht neu, wird aber weiterhin eingesetzt. Seien Sie misstrauisch! 

Generalkommissar Opfer von Identitätsdiebstahl

Personen und Institutionen, die in der Öffentlichkeit stehen, sind mehr als andere von Identitätsdiebstahl betroffen. Die Föderale Polizei und insbesondere der Generalkommissar sind davon nicht ausgenommen…  

Wenn der Bürger den Betrugsversuch nicht erkennt, ist das Risiko groß, in eine Falle zu tappen. 

Welcher Betrug? 

Die täuschend echt wirkenden E-Mails stammen angeblich von einer hochrangigen Person im Staatsdienst der „Brigade zum Schutz von Minderjährigen“. Darin wird behauptet, der Empfänger habe illegal (pädophile) pornografische Websites besucht und es wird mit rechtlichen Schritten gedroht. Um dies zu vermeiden, wird eine Lösung vorgeschlagen: die Zahlung einer hohen Geldstrafe.   

Es werden insbesondere die Namen des derzeitigen Generalkommissars Eric Snoeck sowie seines Vorgängers Marc De Mesmaeker verwendet. Die Betrüger geben sich aber auch als andere Polizei- und Justizbeamte aus. 

Einige E-Mails haben den Betreff „Ihre Vorladung“ und behaupten, Sie hätten verschiedene Straftaten begangen oder sogar Fotos sexueller Natur an Minderjährige weitergeleitet. Der Absender weist darauf hin, dass Sie eine Geldstrafe zahlen müssen, da Sie sonst strafrechtlich verfolgt werden. Leider zahlen manche Bürger diese angebliche Geldstrafe tatsächlich. Das Geld landet dann direkt in den Taschen der Betrüger…  

Welche Tipps?  

Es wird empfohlen, betrügerische E-Mails, die Sie in Ihrem Postfach erhalten, zu melden (bei Gmail klicken Sie neben „Antworten“ auf „Mehr“ und dann auf „Als Phishing melden“). Doch leider wird es für Betrüger ein Leichtes sein, neue Adressen zu erstellen, um es immer wieder zu versuchen, in der Hoffnung, dass Sie versehentlich darauf hereinfallen.  

Wachsamkeit bleibt daher oberstes Gebot.  

Deshalb möchten wir Ihnen einige wichtige Tipps in Erinnerung rufen: 

Die Polizei wird Ihnen niemals eine Geldstrafe per E-Mail zusenden. 
Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders: Wenn sie abwegig oder seltsam ist (z. B. federalpolice@hsruhaw.com oder gar federalpolice@gmail.com), handelt es sich um einen Betrugsversuch. Die Polizei nutzt beispielsweise niemals eine kostenlose E-Mail-Adresse wie Gmail

  • Wenn große Eile geboten ist, d. h. wenn Sie aufgefordert werden, schnell zu reagieren und unter Druck gesetzt werden, ist das ein Anzeichen für Betrug; 
  • Antworten Sie niemals auf E-Mails, die Ihnen seltsam oder gar verdächtig vorkommen. 
  • Eine E-Mail, die Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthält oder nicht professionell verfasst ist, ist verdächtig. Allerdings werden sie durch den Einsatz künstlicher Intelligenz immer besser, daher ist Vorsicht geboten...  
  • Überprüfen Sie die Richtigkeit der Informationen über Suchmaschinen.  Einige Websites wie www.hoax-net.be oder www.signal-arnaques.com können Aufschluss über das Vorliegen eines Betrugs geben. 
  • Geben Sie niemals Ihre persönlichen Daten oder Bankdaten auf Anfrage eines Dritten per Telefon oder E-Mail weiter. Melden Sie die betrügerische E-Mail mit einem Klick über die Website von Safe on Web:  https://www.safeonweb.be/de/ 
  • Senden Sie eine Kopie der betrügerischen E-Mail an folgende Adresse:  suspekt@safeonweb.be. Löschen Sie anschließend die Nachricht. 

Sind Sie Opfer eines Betrugs durch eine gefälschte E-Mail geworden? 

Benachrichtigen Sie so schnell wie möglich Ihre Bank und CardStop (078 170 170), um noch mögliche Zahlungsvorgänge und gegebenenfalls Ihre Bankkarten sperren zu lassen. Die Telefonnummern der Bankinstitute sind in diesem Dokument von Febelfin aufgeführt.  
Wenden Sie sich an die örtliche Polizei, um Anzeige zu erstatten. 
Ändern Sie Ihre Passwörter und starten Sie ein Antivirenprogramm, wenn Sie glauben, dass Sie Schadsoftware installiert haben. 

Mehr erfahren? 

  • Weitere Informationen zu Vorsichtsmaßnahmen finden Sie auf der Website des „Centre for Cybersecurity Belgium“ (CCB) unter folgender Adresse: https://www.safeonweb.be/. Dort finden Sie wertvolle Tipps zur Prävention. Mit der App „Safe On Web“, die im Google Play Store und im Apple Store heruntergeladen werden kann, erhalten Sie unter anderem Echtzeitwarnungen auf Ihr Mobiltelefon, wenn das WLAN-Netzwerk, mit dem Sie sich verbinden, unsicher ist. 
  • Im Jahr 2025 wurden fast 10 Millionen verdächtige Nachrichten an suspekt@safeonweb.be gesendet. 
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Hier finden Sie unsere Empfehlungen, um nicht auf Internetbetrüger hereinzufallen, sowie unsere Tipps, um einen Vorfall online zu melden. Sie sind Opfer? Erfahren Sie, wie Sie Anzeige wegen Internetbetrugs erstatten können!   

Weitere Informationen : https://www.polizei.be/5998/de/uber-uns/kommunikationskampagnen/scam-kampagne