Internationale Zusammenarbeit – Umfangreiche Polizei- und Zolloperation im Grenzgebiet zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden
Wie bekämpfen Polizei und Zoll die Kriminalität in einem Gebiet wie dem Dreiländereck, das sich über die Niederlande, Deutschland und Belgien erstreckt? Am 8. Juni 2026 fanden bis zum Abend zahlreiche Kontrollen im Grenzgebiet statt.
Vor Ort waren nicht weniger als 400 Polizisten aus den folgenden Behörden der drei betroffenen Länder im Einsatz:
- Auf niederländischer Seite: die Politie Limburg und die Koninklijke Marechaussee
- Auf deutscher Seite: unter anderem die Polizeipräsidien Aachen und Köln, das Hauptzollamt Aachen sowie die Bundespolizei.
- Auf belgischer Seite: die Koordinations- und Unterstützungsdirektion der Föderalen Polizei Eupen, die Polizeizonen Eifel und Weser-Göhl, die Straßenpolizei Lüttich, die Eisenbahnpolizei der Föderalen Polizei, der Zoll von Eupen, Autosécurité und die wallonische Unité de contrôle routier (UCR).
Diese grenzüberschreitenden Kontrollen verfolgten mehrere Ziele: die Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr sowie der Kriminalität, mit besonderem Fokus auf Einbrüche, Drogendelikte und grenzüberschreitende Kriminalität (Schmuggler). Auch im Bereich der Güterbeförderung wurde kontrolliert. Die Kontrollen fanden entlang wichtiger Verkehrsachsen sowie in Zügen statt.
Insgesamt wurden 1.193 Fahrzeuge und 1.794 Personen kontrolliert. In 79 Fällen kam es zu Strafverfolgungen, darunter 22 Verstöße gegen das Rauschgiftgesetz und 6 Verstöße gegen das Ausländergesetz. 8 Personen wurden festgenommen. 25 Fahrer standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, und es wurden 23 Blutproben angeordnet. 12 Personen waren ohne gültigen Führerschein. Insgesamt wurden 435 Verstöße festgestellt, insbesondere gegen die Straßenverkehrsordnung.
Unter den bemerkenswerten Vorfällen wurde eine Bargeldsumme von 28.000 € von einem speziell ausgebildeten Spürhund unter dem Sitz eines Fahrzeugs entdeckt. Die Insassen wurden festgenommen.
Kriminalität kennt keine Grenzen; vielmehr machen sich Straftäter die Grenzlage zunutze, um ihre Delikte zu verüben. Es ist daher unerlässlich, dass Behörden Partnerschaften eingehen und zusammenarbeiten, um die Sicherheit der mehr als 4 Millionen Einwohner der Euregio Maas‑Rhein zu verbessern. Die euregionale Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung der Euregio Maas‑Rhein durch koordinierte Polizeikontrollemaßnahmen zu stärken. Diese Kontrollaktion ist nicht in direktem Zusammenhang mit den derzeit geltenden Grenzkontrollen der deutschen Bundespolizei, auch wenn es bei den Zielen der Maßnahmen Überschneidungen gibt.