„Die Frage ist nicht, ob Sie eines Tages Opfer werden, sondern wann“
Täglich werden Bürgerinnen und Bürger online von Betrügern in die Falle gelockt und verlieren dabei ihre Ersparnisse oder ihre persönlichen Daten. Angesichts dieser Situation führt die Föderale Polizei eine Präventionskampagne durch, die sich über mehrere Monate erstrecken wird. Der Safer Internet Day markierte ihren Auftakt, am 10. Februar.
Online-Betrug nimmt stetig zu, insbesondere in den sozialen Medien. Und die Zahlen belegen es: Während die Gesamtzahl der Straftaten in unserem Land im Jahr 2024 zurückgegangen ist, gilt dies nicht für die Cyberkriminalität. Diese stieg von 62.762 Fällen im Jahr 2023 auf 64.995 Fälle im Jahr 2024.
Im Bereich Internetbetrug und versuchter Internetbetrug ist die Feststellung dieselbe: Die gemeldeten Fälle haben sich in 10 Jahren mehr als verdoppelt (Quelle: Allgemeine Nationale Datenbank).
Die #SCAM-Kampagne
Angesichts dieser Feststellung organisiert die Föderale Polizei eine große Kampagne mit dem Namen #SCAM, die sich auf die Gefahren des Internets und insbesondere der sozialen Medien konzentriert. Jeden Dienstag wird ein Präventionsartikel auf der Website der Föderalen Polizei veröffentlicht, und mehrere Teaser-Videos sowie weitere vielfältige Inhalte werden das Publikum dorthin führen.
„Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger ist unsere Priorität, auch online. Mit der Präventionskampagne #SCAM wollen wir das Wissen und die Reflexe der Bevölkerung gegenüber den Online-Bedrohungen stärken, die jedes Jahr zahlreiche Opfer fordern. Gemeinsam mit unseren Partnern tragen wir zu einer sichereren digitalen Umgebung bei“, erklärt der Generalkommissar der Föderalen Polizei Eric Snoeck.
Für diese Kampagne können wir auf die wertvolle Unterstützung unserer beiden Cyber-Experten zählen: Kommissar Christophe Van Bortel, Leiter der Regional Computer Crime Unit der FKP Antwerpen, und Kommissar Christophe Axen, stellvertretender Leiter der Regional Computer Crime Unit der FKP Lüttich.
Alle sind betroffen
„Die Frage ist nicht, ob Sie eines Tages Opfer werden, sondern wann“, erklärt Christophe Van Bortel. Tatsächlich werden Cyber-Betrüger immer einfallsreicher, um uns hereinzulegen, insbesondere mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wir alle können Opfer von Online-Betrug werden, unabhängig von unserem Alter. Unsere Kampagne richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen, von den Jüngsten bis zu den Ältesten.
Warum der Name #SCAM?
Das Akronym #SCAM wurde zum einen gewählt, weil das englische Wort „scam“ „Betrug“ bedeutet, und zum anderen wegen der Botschaft, die sich hinter den einzelnen Buchstaben verbirgt. #SCAM steht hier für „Stay Connected. Act Mindfully“, was man mit „Bleiben Sie
verbunden, aber handeln Sie mit Bedacht“ übersetzen könnte. Kurz und leicht zu merken, fordert der Slogan die Internetnutzerinnen und -nutzer auf, online überlegt zu handeln.
Unsere Kampagne endet am 30. Juni.