Wer weiß, wo Sie sind und was Sie tun?
Heutzutage ist es nicht einfach, die Privatsphäre im Internet zu schützen. Wenn Sie eine App auf Ihrem Smartphone installieren, werden Sie in der Regel aufgefordert, den Zugriff auf bestimmte Informationen wie Fotos, Standort, Benachrichtigungen usw. zu erlauben. Auch Ihr Surfverhalten auf Websites oder Social-Media-Plattformen ist nicht privacy proof.
Studien ergaben, dass 87 % der Android-Apps und 60 % der iOS-Apps um Einwilligungen bitten, die für die von ihnen angebotenen Funktionen nicht erforderlich sind. Die von den Apps am häufigsten angeforderte Einwilligung ist nach wie vor die für Benachrichtigungen. Sie mögen harmlos erscheinen, aber sie bergen ein Risiko, nämlich unerwünschte Werbung oder sogar betrügerische Links ... Danach folgt der Zugriff auf Speicher, Kamera und Mikrofon, Ihren Standort und Ihre Kontakte. Es ist daher ratsam zu wissen, wann man für welche Informationen eine Einwilligung erteilen sollte und wann nicht.
Sie haben drei Möglichkeiten, die verschiedenen Berechtigungen zuzuweisen: immer zulassen, nur während der Verwendung der App zulassen und schließlich überhaupt nicht zulassen. Sie können dies sowohl in der App selbst als auch in den allgemeinen Einstellungen Ihres Smartphones anpassen.
In den meisten Fällen sollten Sie sich daher am besten für die Option „Überhaupt nicht zulassen“ entscheiden. Es gibt jedoch Apps, wie z. B. die 112-App, bei denen es wichtig ist, dass Ihr Standort sofort gefunden werden kann. Bei Navigations-Apps wie Maps oder Waze können Sie einstellen, dass Ihr Standort nur sichtbar ist, wenn Sie die App verwenden.
Schutz durch ein Virtual Private Network (VPN)
Ein Virtual Private Network stellt eine verschlüsselte und besonders sichere Internetverbindung her. Eigentlich kann man es mit einer Art geschlossenem Tunnel vergleichen, durch den Ihre Daten zunächst geleitet werden, bevor sie übermittelt werden. Ein solches Netzwerk funktioniert sowohl auf dem Computer als auch auf Ihrem Smartphone.
Ein wesentlicher Vorteil eines VPN ist, dass Cyberkriminelle bestimmte Daten nicht einfach abfangen können. Darüber hinaus ist dies auch bei der Nutzung öffentlicher Wi-Fi-Netzwerke sehr nützlich. Diese sind oft unsicher und ein VPN hilft, sich vor möglichen Risiken zu schützen.
Sie sind auch besser gegen Hacker geschützt, da Dritte Ihre Daten nicht abfangen können. Trotzdem ist es kein Wundermittel. Sie könnten noch immer Opfer von Cyberangriffen, Phishing oder Spoofing werden. Eine gute Firewall und Anti-Malware-Software ist also auf jeden Fall empfehlenswert, vor allem in einer Unternehmensumgebung. Leider nehmen Cyberkriminelle keine Rücksicht darauf, was mit einem VPN erlaubt ist und was nicht. Daher ist weiterhin Wachsamkeit geboten.
Übersicht darüber, was mit einem VPN legal ist und was nicht
Legal:
- Datenschutz und Sicherheit: Verschlüsselung Ihres Internetverkehrs und Verbergen Ihrer IP-Adresse vor Dritten und Internetanbietern;
- Umgehung von Geoblocks: Zugriff auf Inhalte aus anderen Ländern, auf die Sie sonst keinen Zugriff hätten, z. B. US-Netflix oder ausländische Sportübertragungen;
- Sicheres Herunterladen: Sicheres Surfen und Herunterladen von Dateien über Torrents, jedoch kein illegales, urheberrechtlich geschütztes Material;
- Umgehung von Zensur: Nutzung des offenen Internets in Ländern mit Internetbeschränkungen.
Nicht legal:
- Illegales Herunterladen/Streamen: das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Filmen, Serien, Spielen oder Musik, beispielsweise über Websites wie Popcorn Time oder The Pirate Bay;
- Cyberkriminalität: Hacking, Betrug, Phishing und Angriffe auf Websites;
- Nutzung in verbotenen Ländern: die Nutzung eines VPN in Ländern, in denen dies gesetzlich verboten ist, wie z. B. Nordkorea, China, Russland;
- Cybermobbing/Stalking: anonyme strafbare Äußerungen im Internet.
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