Dienst Fahndungsmeldung

Die Dienststelle Fahndungsmeldungen ist Bestandteil der Zentraldirektion der gerichtspolizeilichen Einsätze und mit der Verbreitung der Fahndungsmeldungen in den Medien beauftragt.

Jedes Jahr veröffentlicht die föderale Polizei auf Ersuchen des Prokurators des Königs oder des Untersuchungsrichters über 400 Fahndungsmeldungen.

Jede Person kann als Zeuge auftreten, ob es sich bei der Tat um einen Mord, einen bewaffneten Raubüberfall oder einen schweren Unfall mit Fahrerflucht handelt. Zeugenaufrufe werden jedoch ebenso zum Zwecke der Identifizierung von Leichnamen oder Verdächtigen mittels Phantombild oder durch die Ausstrahlung von Videoaufnahmen gestartet.

Eine Fahndungsmeldung, wofür?

Eine von drei Ermittlungen ist dank der Zeugenaussage eines Zuschauers oder Lesers erfolgreich.

Über 150 Fahndungsmeldungen werden jedes Jahr im Rahmen des besorgniserregenden Verschwindens von Personen ausgestrahlt oder veröffentlicht. Die Hälfte dieser Ermittlungen können mit Hilfe von 'Schlüsselzeugen' abgeschlossen werden. 30 % der verbleibenden 250 Akten können gelöst werden oder es gibt entscheidende Hinweise, die die Ermittlungen vorantreiben. Die 'Crime Clips' erreichen sogar eine Aufklärungsrate von 65%.

Wer steht hinter den Fahndungsmeldungen?

Eine Fahndungsmeldung in den Medien ist eine Nachbarschaftsbefragung auf nationaler Ebene.

Alle Anfragen zur Verbreitung setzen ein entsprechendes Ersuchen des Prokurators des Königs oder des Untersuchungsrichters voraus. Die Fahndungsmeldungen werden bearbeitet und anschließend an die Medien weitergeleitet. Dies geschieht durch den Dienst Fahndungsmeldung, der der Zentraldirektion der gerichtspolizeilichen Einsätze untersteht.

Die Verbreitung durch den Dienst Fahndungsmeldung geschieht auf zwei Wegen:

  • Die Fahndungsmeldungen 'kurzer Dauer' und die 'Crime Clips' : Meldungen mit Fotos oder Videos, die vor oder nach der Tagesschau der RTBF, von RTL-tvi und der VRT ausgestrahlt werden. Diese Meldungen entstehen ausschließlich in unserer Dienststelle. Sehr häufig handelt es sich um ein besorgniserregendes Verschwinden, in dessen Fall die meisten Anrufe von mutmaßlichen Zeugen registriert werden.
  • Die Reportagen und Nachstellungen von Fällen durch die Sendung von VTM: Die Reportagen und Nachstellungen von Fällen werden von VTM selbst produziert und sollen Zeugen aufrufen, sich zu melden.

Die Fahndungsmeldungen werden ebenfalls an alle Redaktionen der Printmedien des Landes gesandt. Dies geschieht über die belgische Agentur Belga.

Nach der Veröffentlichung kann jede Fahndungsmeldung auf der Internetseite der Polizei eingesehen werden. Die Adresse ist www.policefederale.be.

Der sachbearbeitende Magistrat grenzt den Inhalt des zu veröffentlichen Textes ein. Die Dringlichkeit und die uns zur Verfügung gestellten visuellen Elemente bilden die Grundlage für die Entscheidung, eine kurze Fahndungsmeldung, einen Crime Clip, eine Reportage oder eine Nachstellung zu produzieren und zu veröffentlichen.

Falls die Veröffentlichung einer Ermittlung durch eine Fernsehsendung beschlossen wird, ist die vorherige Zustimmung einer Auswahlkommission erforderlich, deren Vorsitz ein Magistrat führt. Die Beachtung der Gesetze, insbesondere über das Privatleben und das Berufsgeheimnis in Bezug auf die Ermittlungen, bildet den Kernpunkt.

Ein Zeuge oder jede Person, die über Informationen verfügt, kann diese 24 Stunden über die Gratisnummer 0800 30 300 mitteilen. Wer über Internet Kontakt aufnehmen möchte, kann eine entsprechende E-Mail über die Seite 'avis de recherche' der Polizei versenden.