Organisation

Die föderale Kriminalpolizei wird von einem Generaldirektor geleitet, der von einem Dienst für Politikunterstützung begleitet wird. Dieser Dienst beschäftigt sich mit der strategischen Planung und der Befolgung, dem Management von Menschen und Mitteln, der Verwaltung gerichtlicher Informationen und der internationalen Zusammenarbeit.

Weiter ist der Dienst in zentrale Direktionen und dekonzentrierte Direktionen aufgeteilt, die ihre Aufträge in einer konstruktiven und dauernden Interaktion miteinander ausführen.

Harmonisierung der Ebenen

Ein strategischer Planungsprozess treibt die Harmonisierung der beiden Ebenen voran. Dieser Vorgang liefert den Verantwortlichen einen Überblick über die Benutzung der Mittel und über die zu erreichenden Ziele.

Die daraufhin geäußerten Erwartungen an die Direktionen sind realistisch und verhindern von vornherein, dass die Direktionen oder zentralen und dekonzentrierten Dienststellen von strukturellen Anträgen überschwemmt werden und überlastet sind.

Dem nationalen Sicherheitsplan (Vierjahresplan und politische Leitlinie der föderalen Behörden) wird demnach Folge geleistet.

In der Praxis ist man dank dieser Methode imstande, effizient und effektiv gegen die Hauptphänomene auf zentraler und dekonzentrierter Ebene vorzugehen. Folglich sind die Zentraldirektionen, unter anderem, dafür zuständig, ein Lagebild des Phänomens auf nationaler Ebene anzufertigen und sind verantwortlich für die Entwicklung, die Koordination und die Unterstützung einer integralen und integrierten Vorgehensweise im Rahmen der Polizeiaspekte.

Aufgrund der in einem dekonzentrierten Modell bestehenden Autonomie der Ebenen, muss der Gerichtsdirektor seine Dienststellen dazu anleiten, das "richtige Phänomen" zu bekämpfen, unter anderem mittels qualitativer Ermittlungen, die die lokalen Prioritäten, die der Prokurator des Königs festlegt, berücksichtigen sowie die Aufgabenverteilung zwischen den Dienststellen und der lokalen Polizei.

Arbeitsverhältnisse

Der Generaldirektor ist der Vorgesetzte der Direktoren. Die Beziehungen zwischen den Direktoren auf zentraler und dekonzentrierter Ebene sind kollegial, denn sie stehen auf gleicher Stufe und ergänzen einander. Beide Ebenen unterstützen sich bei ihrer Arbeit gegenseitig.

Die Direktoren besitzen in manchen Bereichen Befugnisse, die sie eigenständig ausüben dürfen (bsp.: der Einsatz der Ermittlungskapazität beim GPD im Hinblick auf die Durchführung der Aufträge der Gerichtsbehörden). Die meiste Zeit über benötigen sie aber gegenseitige Hilfe, um in der Lage zu sein, ihre Aufträge zufrieden stellend auszuführen.

Die Direktion für gerichtliche Ermittlungen und für Fahndungen

Die Informationsermittlungen und gerichtlichen Ermittlungen werden von den zuständigen Gerichtsbehörden geleitet: Durch die Staatsanwaltschaft, den Prokurator des Königs und den Untersuchungsrichter.
Anhand ihrer Anträge, so genannte "Nachschriften", leiten und orientieren die Magistrate die Handlungen der Ermittler.

Der Generaldirektor oder die Direktoren dürfen nicht in den Ablauf einer Informationsermittlung oder einer gerichtlichen Ermittlung, die ein GPD oder gegebenenfalls eine Zentraldirektion führt, eingreifen. Ihre Rolle beschränkt sich darauf, die jeweiligen Aufträge zu koordinieren, zu begleiten und zu kontrollieren.