Auftrag, Vision, Werte und Identität

In Anbetracht der Prioritäten des nationalen Sicherheitsplans setzte sich die Kriminalpolizei die Zielsetzungen, das Ausmaß des organisierten Verbrechens, der gesellschaftsschwächenden Kriminalität und die damit verbundene oder davon unabhängige überörtliche Kriminalität sowie die Kriminalität, die aufgrund ihrer Form den Einsatz von besonderen Ermittlungs- und Fahndungsmethoden erfordert, einzuschränken und die entstandenen Schäden zu reduzieren.

Drei strategische Zielsetzungen

1. Kriminalitätsbekämpfung

  • Das (Wieder)Auftreten von Tendenzen oder besonderen Phänomenen an die zuständigen Behörden zu melden, ihnen die möglichen Maßnahmen zu unterbreiten und sie über Notfallmaßnahmen zu unterrichten, die zwischenzeitlich getroffen wurden.
  • Mitzuwirken an der Senkung des Tatrisikos.
  • So viele Täter wie möglich anhand von Beweismitteln zu identifizieren und diese den Gerichtsbehörden vorzuführen. Die wachsende Effizienz von reaktiven und proaktiven Ermittlungen leistet hierbei einen entscheidenden Beitrag.
  • Die kriminellen Organisationen so weit wie möglich zu schwächen, insbesondere die auf dem belgischen Staatsgebiet aktiven kriminellen Netzwerke, und dies durch das gleichzeitige und effektive Vorgehen gegen fünf Schwerpunkte: die Täter und ihre Verbindungen untereinander, die verschobenen Waren, die Finanzen, die Kommunikationsmittel und die Beförderungsmöglichkeiten.

2. Unterstützung der Ermittlungen

Die Generaldirektion unterstützt die Dienststellen mit ihrem gerichtlichen Fachwissen und ihren, im Rahmen der gerichtspolizeilichen Sonderaufträge, entwickelten Mitteln.

Die lokale Polizei wird bei der Ausübung ihrer Polizeigrundfunktion auf Antrag und im Rahmen von Informationsermittlungen und Untersuchungen unterstützt.

3. Sachverstand

Damit die gerichtspolizeilichen Sondermaßnahmen noch leistungsfähiger werden, werden Initiativen unternommen, die das vorhandene Fachwissen vergrößern und den Erwerb neuer Kenntnisse fördern.

Eine geteilte Identität

Um alle gesetzlichen Aufgaben und Aufträge durchzuführen, versuchen wir, allen Mitarbeitern eine einheitliche Vision und einheitliche Werte zu geben. Neulich verdeutlichte die integrierte Polizei diese Vision, die durch den Begriff "Exzellenz in der Polizeiarbeit" zusammengefasst werden kann.

In diesem Begriff sind drei Grundgedanken integriert: die gemeinschaftsorientierte Polizeiarbeit, die informationsgeleitete Polizeiarbeit und die optimale Verwaltung. Von jedem Polizeibeamten wird erwartet, dass er diese drei Grundprinzipien bei seinem Handeln berücksichtigt.

Die Generaldirektion der Gerichtspolizei ist gänzlich mit dieser Arbeitsweise einverstanden, hat sogar diese Grundprinzipien noch präzisiert und in eine "Identität" mit spezifischen Merkmalen umgewandelt, die perfekt der übergreifenden Vision und der Identität der föderalen Polizei entsprechen.

Der Zweck dieser Identität ist die Steigerung der Beteiligung der Mitglieder, damit sie wissen, was von ihnen erwartet wird. Die föderale Gerichtspolizei will in diesem Rahmen ebenfalls die Behörden und die Partner über ihre Verpflichtungen und Ambitionen informieren.